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Eric Meloche, der Kapitän der Straubing Tigers, stattete den Klassen 9cIII und 10cIII einen langersehnten Besuch ab. Der Franko-Kanadier, der in seiner Karriere 74 NHL-Spiele absolviert hat, war erfreut und auch beeindruckt von den bunten Postern, die die Schüler ihm zu Ehren gefertigt hatten. Neben der Erfüllung von Autogrammwünschen musste der freundliche und humorvolle 32-Jährige auch den Fragen der Schüler Rede und Antwort stehen.
Meloches Äußerungen waren für die Schüler anfangs etwas schwer zu verstehen, denn sie mussten sich erst in den typischen Quebecer Akzent einhören. Doch so nach und nach gewöhnte man sich an diese regionale Variante des Französischen, und so erfuhren die Schüler alles, was sie über ihr Idol wissen wollten.
Man diskutierte eifrig mit dem sympathischen Spieler sowohl über Sportliches als auch über Privates und konnte so die erworbenen Französischkenntnisse in der Praxis anwenden. Wie das Leben in Straubing und seinem Umland so sei, ob er Familie habe, wie ihm die Gegend gefalle und was ihn nach Straubing verschlagen habe, wollten die Schüler wissen. Nicht zu vergessen die obligatorische Frage nach dem bayerischen Essen und dem bayerischen Bier, das ihm im Übrigen sehr schmecke. Nur mit der Sprache hapere es noch ein wenig, vor allem das Bayrische sei schwer zu verstehen.
Eishockey habe ihn bereits seit Kindesbeinen an fasziniert und so habe er im Alter von drei Jahren - gefördert durch seinen Vater Gilles Meloche, der Profi-Türhüter war- begonnen zu spielen. Außerdem sei dieser Sport ohne Zweifel die Nummer eins in Kanada. Nicht so wie Fußball in Deutschland, obwohl er bis zu seinem 10. Lebensjahr auch sehr gerne Fussball gespielt habe.
In Deutschland werde im Spiel und im Training englisch gesprochen und das beherrsche er perfekt, weil er in Kanada eine englische Schule besucht habe. Seine Eltern und seine Schwester sprechen allerdings französisch als Muttersprache. Seine eigenen kleinen Töchter werden zweisprachig erzogen. Sie lernen vom Vater französisch und von der amerikanischen Mutter englisch.
Warum geht ein Kanadier so weit weg, um Eishockey zu spielen? Keine leichte Frage. Herr Meloche hatte schon sechs Beinbrüche, mehrere kleinere Brüche an Nase, Schlüsselbein, Wangenknochen und zahlreiche andere Verletzungen. In Deutschland ist das Spielfeld größer als in Kanada. Davon erhofft er sich ein geringeres Verletzungsrisiko. Außerdem liege im der deutsche Spielstil am ehesten. Ebenso die Kultur des Landes. Ihm sei wichtig, sich mit seiner Familie wohl zu fühlen.
Jeden Sommer fliegt er mit Frau, Kindern und ihren beiden Yorkshire Terriern nach Hause - nach Kanada. Dort verbringt er fast ein halbes Jahr in seinem Haus in Montréal. Fischen, Golf spielen und erholen sind ihm die liebsten Beschäftigungen. In dem nahen Nationalpark habe er sogar schon Wölfe und (erlegte) Grizzlys gesehen.
Erich Meloche posierte bereitwilling mit den Schülern und Schülerinnen für Erinnerungsfotos und schrieb eifrig Autogramme mit persönlischen Grüßen. Zum Schluss gabs noch für jeden einzelnen Schüler Freikarten aus den Händen des Kapitäns und der Tigers-Geschäftsführerin Gaby Sennebogen, was den Realschülern natürlich besonders gefiel.
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