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Der ehemalige Schüler Stephan Venus zur Entstehung des Schullogos
Die Entstehung des neuen Logos der Ludmilla-Realschule unterlag einem längeren Prozess. Ursprünglich bestand das neue Erkennungszeichen der Schule aus einer Vielzahl von Ideen, welche ich in einem Gesamtentwurf zusammenfließen lassen wollte.
So waren in der „Ur-Form“ des Logos noch reale Elemente wie Bogenberg, Schüler usw. enthalten. Diese wurden im Verlauf der Erstellung abstrahiert.
Die beiden Figuren waren anfangs nur simple Kritzeleinen, von Abstraktion konnte noch keine Rede sein. Zunächst waren es eher Comicfiguren und nicht so sehr gehaltvolle Zeichnungen. Die Grundidee hierbei war die Darstellung von Schülern und so kam es auch, dass ich als eine der ersten Ideen zwei Figuren gezeichnet habe, welche sich gegenseitig an der Hand nahmen oder auch andere Varianten, in denen eine Figur die jeweils andere helfend an der Hand nahm. Darüber hinaus entstanden mehrere Bleistiftentwürfe, die von mir immer wieder verworfen wurden. Letztendlich entschied ich mich für zwei Personen, die voneinander getrennt waren. Ich war der Meinung, dass man so mehr in die Figuren interpretieren kann. Außerdem habe ich eine Figur kleiner gestaltet. Der Hintergedanke war, dass die Figuren zu den abgerundeten Quadraten passen sollten, welche wiederum den Bogenberg und den Berg, auf dem die Schule steht, darstellen sollten. Die Idee der zwei Quadrate kam mir in den Sinn als ich vor einem Jahr im Kunstunterricht ein Bild von der Realschule zeichnen sollte. Von Furth aus gesehen kann man den Bogenberg erkennen, welcher sich hinter der Schule aufbaut. So kam ich auf die Idee, den Bogenberg und die Schule als Quadrate darzustellen.
Ein weiteres Element ist der gebogene Pfeil, welcher unter dem Schriftzug „Ludmilla Realschule“ platziert ist. Er war ursprünglich dazu gedacht, über den zwei Personen zu schweben. Ich entschloss mich aber, ihn verkehrt herum und unter das eigentlichen Logo zu stellen. Dadurch soll ein „Smilie-Effekt“ erzielt werden. Von der Ferne betrachtet soll es so wirken, als ob dieses grinsende Gesicht blinzeln würde. Der geschwungene Pfeil soll eine Verbindung zur Stadt Bogen darstellen. Ich möchte aber auch andere Interpretationen erwähnen, wie die meines ehemaligen Physiklehrers Herrn Lippl, welcher meinte, dass der Bogen für die Ziele steht, die sich die Schüler stecken. Denn je weiter man einen Bogen spannt, desto weiter kommt man mit einem Schuss, was man auch auf die Schüler übertragen könnte. Eine andere Interpretation wäre hierbei noch der Pfeil als Symbol für den Werdegang eines Schülers. Denn die beiden Spitzen zeigen ja in Richtung der Figuren. So könnte man denken, der Pfeil würde eine Art von Zeitsprung darstellen. Von den jungen, kleinen zu den älteren, großen Schülern, also vom Fünftklässler zum Abschlussschüler.
Um den Text möglichst passend zum Logo zu erstellen, habe ich eine vorhandene Farbe verwendet, nämlich das Blau des kleinen Männchen. Der Grund, warum ich den Textabschnitt in die Mitte des Logos gesetzt habe, bestand darin, dass ich zum einen möglichst viel Platz sparen wollte, was die Länge anging und zum anderen sah der Smilie des Logos etwas seltsam aus, wenn man ihn direkt unter den Quadraten platzierte, was wiederum zur Folge hatte, dass eine Lücke zwischen „Mund und Augen“ entstand, die gefüllt werden musste.
Stefan Venus
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