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(Auszüge aus der Festschrift zum 25jährigen Jubiläum der Ludmilla-Schule)
Am 2.12.1949 erfolgt erstmals eine Anfrage des Schulamtes Bogen bei der Regierung bezüglich der Gründung einer Mittelschule. Das Antwortschreiben vom 29.12.1949 gibt zur Erwägung, daß die Trägerschaft einer solchen Schule zunächst unklar sei und außerdem Bedenken wegen der Nähe zur Stadt Straubing bestünden.
Am 15.2.1951 wird das Ergebnis einer Elternbefragung durch das Schulamt Bogen statistisch aufgeführt: Für den Besuch einer Mittelschule in Bogen meldeten sich 137 Schüler, für den Standort einer solchen Schule in Mitterfels zeigten 51 Schüler Interesse. Am 17.11.1951 wird folgende Beschließung der Regierung bekanntgegeben: "Der Antrag der Marktgemeinde Bogen auf Errichtung einer Mittelschule in Bogen konnte nach Entschließung des Kultusministeriums vom 13.10.1951 im Schuljahr 1951/52 nicht berücktsichtigt werden. Der Antrag ist vorgemerkt."
Am 23.12.1952: Herr Landrat Hafner wird zu einer Vorsprache bei der damaligen Referentin für Mittelschulen im Kultusministerium, Frau Dr. Böhm gebeten. Am 11.3.1953 berichtet das Landratsamt Bogen an die Regierung, daß der Antrag auf Errichtung einer Mittelschule in Bogen aufrechterhalten bleibe.
Am 25.3.1953 wird folgende Entschließung der Regierung bekanntgegeben: "In den vergangenen Jahren haben sich u.a. Bogen und die Stadt Straubing um eine staatliche Mittelschule beworben. Es erscheint zweifelhaft, ob 2 Mittelschulen in so naher Entfernung daseinsberechtigt und lebensfähig sind."
Am 10.11.1953 erfolgt erneut eine Vorsprache des Landrats beim Kultusministerium.
Am 29.11.1953 beantragt MdL Puls, im Jahre 1954/55 eine Mittelschule für Bogen einzuplanen.
Am 10.12.1953: Der Kreisausschuß befaßt sich mit verschiedenen Problemen bezüglich der Neugründung einer Mittelschule.
Am 30.4.1954. Entschließung der Regierung: "Der Antrag der Stadt Bogen kann erst dann vorgelegt werden, wenn nachgewiesen ist, daß 1.) die Stadt Bogen die Trägerschaft übernimmt und 2.) finanziell hierzu in der Lage ist."
Am 24.5.1954: Erlaubnis einer Besprechung zwischen Vertretern der Stadt Bogen, des Landratsamtes und des Schulamtes: Aus finanziellen Gründen kann die Mittelschule vorerst nicht errichtet werden.
1955-58: Zahlreiche Verhandlungen des Landratsamtes und des Schulamtes erwägen die Errichtung eines Aufbauzuges.
1958/59: Die Aufbauzüge werden eingerichtet.
Am 22.7.1960: Die Aufbauzüge müssen als nicht entsprechend eingestellt werden; einige Schüler werden von der staatl. Mittelschule Straubing übernommen.
Am 11.9.1961: In einem Bericht an die Regierung von Niederbayern weist das Landratsamt darauf hin, daß an der Errichtung einer Mittelschule weiterhin Interesse besteht.
Am 10.11.1961: Innerhalb eines Rundschreibens befragt das Landratsamt Bogen sämtliche Gemeinden und Schulverbände des Landkreises über den Standort einer Mittelschule. 26 Gemeinden entscheiden sich für Bogen, 16 für Mitterfels.
Am 17.12.1963: Entschließung des Kultusministeriums: "Nach dem am 8.10.1963 vom Ministerrat beschlossenen Schulentwicklungsplan ist für den Landkreis Bogen - und zwar entweder Bogen oder Mitterfels - die Errichtung einer Staatlichen Mittelschule für Knaben und Mädchen vorgesehen. Standort und Errichtung sind damit aber noch nicht festgelegt."
Am 21.4.1964 erfolgt eine Vorsprache des Landrates bei Herrn ORR Dr. Bauer und Herrn Dr. Schreiegg an der Regierung von Niederbayern.
Am 16.11.1964 beantragt das Landratsamt die Errichtung von zwei Mittelschulen im Landkreis Bogen.
Am 6.10.1964: Vorsprache der Regierung mit Ortsbesichtigung. Herr Dr. Schreiegg gibt in seinem Schreiben vom 19.10.1964 bekannt: "Im Schulentwicklungsplan, der jetzt erstellt wurde, bleibt der Landkreis Bogen für 1966 vorgemerkt. Eine feste Zusicherung kann jedoch nur vom Kultusministerium selbst gegeben werden."
Am 22.2.1965: Die Regierung hat in einer Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan die Errichtung einer Mittelschule in der Stadt Bogen befürwortet. Die Voraussetzungen für die Errichtung einer Mittelschule in Mitterfels hält die Regierung wegen des zu geringen Einzugsgebietes gegenwärtig nicht für gegeben.
Am 10.3.1965: Entschließung der Regierung: "Nachdem sich nach wie vor sowohl die Stadt Bogen wie auch die Gemeinde Mitterfels um den Sitz der im Landkreis zu errichtenden Mittelschule bemühen, ist es veranlaßt, daß der Kreistag darüber beschließt: 1.) daß der Landkreis die Sachaufwandskosten gem. Art. 4 Abs. 1 des Schulfinanzierungsgesetzes übernimmt, 2.) in welchem der beiden Orte die Errichtung der Mittelschule gewünscht wird."
Das Landratsamt sieht es nun als seine Aufgabe an, zu entscheiden, welcher Ort die günstigsten Voraussetzungen für die Errichtung einer Mittelschule bietet. Auszüge aus einer Denkschrift der Stadt Bogen: "Was spricht für Bogen?
1.) Die Mehrzahl der Stellungsnahmen der Gemeinden mit der Mehrheit der Bevölkerung des Landkreises und auch der Schülerzahlen.
2.) Durch zusätzliche Verkehrslinien kann fast der gesamte Landkreis erfaßt werden.
3.) Bogen ist Bundeswehrstandort. Dadurch dürfte die Schülerzahl jährlich um 5 bis 10 Kinder erhöht werden.
4.) In der Umgebung Bogens ist die meiste Industrie ansässig."
Die Regierung von Niederbayern und der Mittelschulbeauftragte für Niederbayern haben sich, wie aus den im Kreistag verlesenen Entschließungen ersichtlich ist, aufgrund der Stellungnahmen der Gemeinden und durchgeführten Besichtigungen für Bogen als Standort entschieden. Nach dem Ergebnis der bisherigen Besprechungen könnte im Schuljahr 1966/67 mit dem Unterricht begonnen werden. Der Bau des neuen Realschulgebäudes soll in zwei Bauabschnitten durchgeführt werden. Die Finanzierung wird sich möglicherweise auf 3 Jahre erstrecken. Sobald durch das Kultusministerium die Einplanung einer Mittelschule im Landkreis Bogen in den Kultushaushalt erfolgt, kann mit dem Unterricht, bzw. mit dem Bau begonnen werden. Hinsichtlich der Planung wird ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.
Am 5.4.1965 wird durch den Kreistag die Trägerschaft für die Mittelschule übernommen und gleichzeitig als endgültiger Standort Bogen festgelegt. Der Landkreis entlastet dadurch die Gemeinden erheblich.
Es bedarf weiterer langwieriger Verhandlungen, bis das Staatsministerium für Unterricht und Kultus am 13.4.1967 die Errichtung einer Realschule für das Schuljahr 1967/68 endgültig genehmigt. (Die Umbenennung Mittelschule - Realschule erfolgte im August 1965)
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