Ludmilla-Schule - Staatliche Realschule Bogen





Home arrow Historisches Make Text BiggerMake Text SmallerReset Text Size
Ludmilla-Sage Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Freitag, 1. Dezember 2006

ludmillaLudmilla kam als Tochter des böhmischen Herzogs Friedrich gegen 1170 in Olmütz (Olomouc) zur Welt, in Mähren, in der heutigen Tschechischen Republik, etwa 350 km nordöstlich von Straubing und Bogen. Ihre Großeltern mütterlicherseits waren das ungarische Königspaar. Zur weiteren Verwandtschaft dort zählte die hl. Elisabeth, eine jüngere Zeitgenossin Ludmillas. Um 1184/85 nahm der Bogener Graf Albert III. Ludmilla zur Frau – nicht der erste Kontakt des Windberg-Bogener Hochadels ins benachbarte Böhmen. Graf Albert starb im Dezember 1198 an den Folgen eines Kreuzzuges und hinterließ eine Witwe mit drei Söhnen. Sechs Jahre später heiratete sie erneut und stand nun fast drei Jahrzehnte lang als Herzogin von Bayern an der Spitze des Landes. Nach dem Tod ihres zweiten Gatten, der 1231 in Kelheim ermordet wurde, zog sich Ludmilla an die Isar bei Landshut zurück, in die Stadt, die Ludwig der Kelheimer im Jahr seiner Eheschließung gegründet hatte. In Seligenthal, stiftete sie 1232 das erste Zisterzienserinnen-Kloster in Bayern. Ludmilla starb im August 1240, wurde in Seligenthal begraben und von den Zisterzienserinnen dort bis heute verehrt. Im Kloster Seligenthal findet sich auch die einzige Darstellung der zu feiernden Persönlichkeiten: Holzfiguren des bayerischen Herzogspaares Ludmilla und Ludwig, der Herzog schon mit dem weißblauen Wappenschild, dem alten Bogener, in der Hand.

[Karl Böhm, Kulturreferent und Archäologe, Landkreis Straubing-Bogen]

 

Die Sage - Das Täuschungsmanöver der Gräfin

Herzog Ludwig besuchte oft die Bogener Gräfin Ludmilla und beteurte ihr seine Liebe. Aber Ludmilla war sich nicht sicher, ob es Ludwig wirklich ernst meinte. Deshalb wollte sie ein Versprechen, bei dem ihre drei Lieblingsritter als Zeugen dabei sein sollten. Das aber lehnte Ludwig ab. Deshalb griff die Gräfin zu einem Trick. Als Ludwig sie wieder einmal besuchen kam, versteckte sie die drei Ritter hinter einem Wandteppich. Auf dem Wandteppich waren die Ritter auch abgebildet. Als Ludmilla ihren Geliebten erneut auf ein Eheversprechen drängte, dachte sich Ludwig nichts dabei, ihr die ewige Liebe vor den drei Rittern auf dem Wandteppich zu schwören.

Erst nach seinem Schwur merkte er, dass hinter dem Teppich echte Ritter waren. Obwohl er zuerst sehr verärgert war, heiratete er Ludmilla schließlich doch.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 2. Dezember 2006 )
 
Planung und Genehmigung Drucken E-Mail
Geschrieben von scb   
Samstag, 2. Dezember 2006

(Auszüge aus der Festschrift zum 25jährigen Jubiläum der Ludmilla-Schule)

Am 2.12.1949 erfolgt erstmals eine Anfrage des Schulamtes Bogen bei der Regierung bezüglich der Gründung einer Mittelschule. Das Antwortschreiben vom 29.12.1949 gibt zur Erwägung, daß die Trägerschaft einer solchen Schule zunächst unklar sei und außerdem Bedenken wegen der Nähe zur Stadt Straubing bestünden.

Am 15.2.1951 wird das Ergebnis einer Elternbefragung durch das Schulamt Bogen statistisch aufgeführt: Für den Besuch einer Mittelschule in Bogen meldeten sich 137 Schüler, für den Standort einer solchen Schule in Mitterfels zeigten 51 Schüler Interesse.  Am 17.11.1951 wird folgende Beschließung der Regierung bekanntgegeben: "Der Antrag der Marktgemeinde Bogen auf Errichtung einer Mittelschule in Bogen konnte nach Entschließung des Kultusministeriums vom 13.10.1951 im Schuljahr 1951/52 nicht berücktsichtigt werden. Der Antrag ist vorgemerkt."

Am 23.12.1952: Herr Landrat Hafner wird zu einer Vorsprache bei der damaligen Referentin für Mittelschulen im Kultusministerium, Frau Dr. Böhm gebeten. Am 11.3.1953 berichtet das Landratsamt Bogen an die Regierung, daß der Antrag auf Errichtung einer Mittelschule in Bogen aufrechterhalten bleibe.

Am 25.3.1953 wird folgende Entschließung der Regierung bekanntgegeben: "In den vergangenen Jahren haben sich u.a. Bogen und die Stadt Straubing um eine staatliche Mittelschule beworben. Es erscheint zweifelhaft, ob 2 Mittelschulen in so naher Entfernung daseinsberechtigt und lebensfähig sind."

Am 10.11.1953 erfolgt erneut eine Vorsprache des Landrats beim Kultusministerium.

Am 29.11.1953 beantragt MdL Puls, im Jahre 1954/55 eine Mittelschule für Bogen einzuplanen.

Am 10.12.1953: Der Kreisausschuß befaßt sich mit verschiedenen Problemen bezüglich der Neugründung einer Mittelschule.

Am 30.4.1954. Entschließung der Regierung: "Der Antrag der Stadt Bogen kann erst dann vorgelegt werden, wenn nachgewiesen ist, daß 1.) die Stadt Bogen die Trägerschaft übernimmt und 2.) finanziell hierzu in der Lage ist."

Am 24.5.1954: Erlaubnis einer Besprechung zwischen Vertretern der Stadt Bogen, des Landratsamtes und des Schulamtes: Aus finanziellen Gründen kann die Mittelschule vorerst nicht errichtet werden.

1955-58: Zahlreiche Verhandlungen des Landratsamtes und des Schulamtes erwägen die Errichtung eines Aufbauzuges.

1958/59: Die Aufbauzüge werden eingerichtet.

Am 22.7.1960: Die Aufbauzüge müssen als nicht entsprechend eingestellt werden; einige Schüler werden von der staatl. Mittelschule Straubing übernommen.

Am 11.9.1961: In einem Bericht an die Regierung von Niederbayern weist das Landratsamt darauf hin, daß an der Errichtung einer Mittelschule weiterhin Interesse besteht.

Am 10.11.1961: Innerhalb eines Rundschreibens befragt das Landratsamt Bogen sämtliche Gemeinden und Schulverbände des Landkreises über den Standort einer Mittelschule. 26 Gemeinden entscheiden sich für Bogen, 16 für Mitterfels.

Am 17.12.1963: Entschließung des Kultusministeriums: "Nach dem am 8.10.1963 vom Ministerrat beschlossenen Schulentwicklungsplan ist für den Landkreis Bogen - und zwar entweder Bogen oder Mitterfels - die Errichtung einer Staatlichen Mittelschule für Knaben und Mädchen vorgesehen. Standort und Errichtung sind damit aber noch nicht festgelegt."

Am 21.4.1964 erfolgt eine Vorsprache des Landrates bei Herrn ORR Dr. Bauer und Herrn Dr. Schreiegg an der Regierung von Niederbayern.

Am 16.11.1964 beantragt das Landratsamt die Errichtung von zwei Mittelschulen im Landkreis Bogen.

Am 6.10.1964: Vorsprache der Regierung mit Ortsbesichtigung. Herr Dr. Schreiegg gibt in seinem Schreiben vom 19.10.1964 bekannt: "Im Schulentwicklungsplan, der jetzt erstellt wurde, bleibt der Landkreis Bogen für 1966 vorgemerkt. Eine feste Zusicherung kann jedoch nur vom Kultusministerium selbst gegeben werden."

Am 22.2.1965: Die Regierung hat in einer Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan die Errichtung einer Mittelschule in der Stadt Bogen befürwortet. Die Voraussetzungen für die Errichtung einer Mittelschule in Mitterfels hält die Regierung wegen des zu geringen Einzugsgebietes gegenwärtig nicht für gegeben.

Am 10.3.1965: Entschließung der Regierung: "Nachdem sich nach wie vor sowohl die Stadt Bogen wie auch die Gemeinde Mitterfels um den Sitz der im Landkreis zu errichtenden Mittelschule bemühen, ist es veranlaßt, daß der Kreistag darüber beschließt: 1.) daß der Landkreis die Sachaufwandskosten gem. Art. 4 Abs. 1 des Schulfinanzierungsgesetzes übernimmt, 2.) in welchem der beiden Orte die Errichtung der Mittelschule gewünscht wird."

Das Landratsamt sieht es nun als seine Aufgabe an, zu entscheiden, welcher Ort die günstigsten Voraussetzungen für die Errichtung einer Mittelschule bietet.  Auszüge aus einer Denkschrift der Stadt Bogen: "Was spricht für Bogen?

1.) Die Mehrzahl der Stellungsnahmen der Gemeinden mit der Mehrheit der Bevölkerung des Landkreises und auch der Schülerzahlen.

2.) Durch zusätzliche Verkehrslinien kann fast der gesamte Landkreis erfaßt werden.

3.) Bogen ist Bundeswehrstandort. Dadurch dürfte die Schülerzahl jährlich um 5 bis 10 Kinder erhöht werden.

4.) In der Umgebung Bogens ist die meiste Industrie ansässig."

Die Regierung von Niederbayern und der Mittelschulbeauftragte für Niederbayern haben sich, wie aus den im Kreistag verlesenen Entschließungen ersichtlich ist, aufgrund der Stellungnahmen der Gemeinden und durchgeführten Besichtigungen für Bogen als Standort entschieden. Nach dem Ergebnis der bisherigen Besprechungen könnte im Schuljahr 1966/67 mit dem Unterricht begonnen werden. Der Bau des neuen Realschulgebäudes soll in zwei Bauabschnitten durchgeführt werden. Die Finanzierung wird sich möglicherweise auf 3 Jahre erstrecken. Sobald durch das Kultusministerium die Einplanung einer Mittelschule im Landkreis Bogen in den Kultushaushalt erfolgt, kann mit dem Unterricht, bzw. mit dem Bau begonnen werden. Hinsichtlich der Planung wird ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Am 5.4.1965 wird durch den Kreistag die Trägerschaft für die Mittelschule übernommen und gleichzeitig als endgültiger Standort Bogen festgelegt. Der Landkreis entlastet dadurch die Gemeinden erheblich.

Es bedarf weiterer langwieriger Verhandlungen, bis das Staatsministerium für Unterricht und Kultus am 13.4.1967 die Errichtung einer Realschule für das Schuljahr 1967/68 endgültig genehmigt. (Die Umbenennung Mittelschule - Realschule erfolgte im August 1965)

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 2. Dezember 2006 )
 
Wer ist online
Aktuell 5 Gäste online

Besucher
heute18
gestern176
Woche1125
Monat645
gesamt438801

(C) Fliesenstadt

Newsletter







Ihr Weg zu uns
Departure:


Destination
94327 Bogen

Joomla! Template Supplied by Netshine Software Limited