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Streitschlichtung wird oft auch als Mediation bezeichnet. Dieses Wort kommt vom frz. médiat "mittelbar, abhängig", lat. medius "der mittlere" und bedeutet schlicht und einfach "Vermittlung". Und genau darum geht es beim Streitschlichten: um die Vermittlung zwischen verschiedenen Personen oder Gruppen mit dem Ziel, einen Konflikt dauerhaft zu lösen. Dabei soll die Lösung für jede der Konfliktparteien akzeptabel und der Mediator bzw. die Mediatorin will damit den Konflikt dauerhaft beenden.
aus Streitschlichtungskongress 2006
Schülerstreitschlichtung oder Peer-mediation gibt es an der Ludmilla Realschule seit 2000/01. Bereits im Schuljahr 1999/00 wurden Schüler der damaligen 8. und 9. zu Streitschlichtern ausgebildet und dann im kommenden Schuljahr als Streitschlichtergruppe installiert.
Interessierte Schüler und Schülerinnen ab der 7. Jahrgangsstufe werden in ca. 12 Doppelstunden in monatlichen Übungen und gegebenenfalls an Projekttagen zu Mediatoren ausgebildet.
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Akteure der Schülerstreitschlichtung sind in der Regel zwei
Streitschlichter und zwei Kontrahenten. Peer-mediation ist somit eine von
beiden Seiten freiwillige Konfliktlösung ohne Erwachsene unter Einhaltung der
Schweigepflicht.
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- Streitschlichtung findet hinter der
geschlossenen Tür statt -> Schweigepflicht
- Regeln müssen eingehalten werden
- Beide Seiten tragen nacheinander ihre Stellungnahme vor
-> unterschiedliche Perspektiven, die zum besseren Verständnis von den
Mediatoren nochmals wiederholt werden.
- Rückfragen der Mediatoren -> Nachdenken über eigene
Äußerungen und ihre Wirkung auf den Anderen
- Lösungsfindung -> Mediatoren bringen keine eigenen
Vorschläge ein.
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Die Schüler können durch das Verständnis des Ablaufs
angeregt werden, selbst einmal die Rolle des Streitschlichters in einem selbst
ausgedachten Streitfall zu übernehmen. Es sollte jedoch immer ein Beobachter
dabei sein, der kontrolliert
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ob sich der Streitschlichter selbst einmischt oder sich
zurücknimmt,
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ob er durch Rückfragen die Situation klären kann,
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ob er mutig genug ist, auf der Einhaltung der regeln zu
bestehen,
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ob er selbst Lösungsvorschläge unternimmt,
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ob eine win-win-Lösung herauskommt.
Die Schüler werden feststellen, dass es zur Streitschlichtung einer
intensiven Übung bedarf und dass eine ruhige, angemessene Art mit dem Konflikt
umzugehen sich positiv auf die Streitlösung auswirkt.
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Hier findet ihr weitere Links zum Thema...
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Keine Gerichtsverhandlung
Konfliktlösung mit Hilfe einer neutralen Person
Freiwilliges Gespräch nach Regeln
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Streitpunkte erkennen
Am Konflikt arbeiten ohne „Autoritäten“
Eigene Standpunkte überdenken
Kompromisse finden
Konfliktlösungen ohne Niederlagen
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Weniger Aggressionen
Weniger Strafen
Selbstverantwortlichkeit
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Tipps für den Umgang mit Konflikten:
1. Schauen und hören Sie genau hin. Fragen Sie: Was ist wirklich passiert? Der Augenschein kann täuschen.
2. Fragen Sie nach möglichen Ursachen, dem Hintergrund und dem Zusammenhang.
3. Suchen Sie bei einem Streit mit den Beteiligten nach einer für beide Seiten akzeptablen Lösung.
4. Wenn irgend möglich, sollen die Beteiligten selbst die Lösung ihres Problems erarbeiten.
Wirken Sie dabei als unbeteiligter Dritter schlichtend.
5. Geben Sie der Wiedergutmachung eines Schadens Vorrang vor Strafen.
6. Wählen Sie im Falle einer Sanktion die mildeste Form.
7. Achten Sie darauf, dass die Würde beider Seiten eines Konfliktes stets geachtet bleibt.
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An unserer Schule gibt es kein Mobbing
Die Überzeugung, dass Mobbing unter SchülernInnen nicht vorkommt ist falsch. An jeder Schule gibt es Mobbingfälle, sie bleiben häufig nur unentdeckt. Zwar ist das Wort Mobbing derzeit fast zu einem Modewort verkommen und die Grenzen zwischen alltäglichen Aggressionen und Mobbing sind fließend. Mobbing (engl. „to mob“ – anpöbeln) selbst ist nicht neu. Früher hieß es „triezen“, „schikanieren“ oder „fertigmachen“. Unter Fachleuten wird davon ausgegangen, dass etwa 10% der SchülerInnen ernsthaft gemobbt, d.h. schikaniert werden und mehr als 10% schikanieren selber. Auf unsere Schule übertragen würde das heißen, dass pro Klasse zwei bis drei SchülerInnen „Mobbingopfer“ sind.
Natürlich kann man noch lange nicht von Mobbing sprechen, wenn zwei Kinder sich einmal prügeln. Machtkämpfe in einer „künstlich“ zusammengeführten sozialen Gemeinschaft, wie sie eine Klassengemeinschaft darstellt, bereiten auf das „wirkliche Leben“ vor. Von Mobbing spricht man, wenn SchülerInnen regelmäßig und über lange Zeiträume von anderen SchülerInnen körperlich oder psychisch unterdrückt werden. Der Begriff steht also böswillige und bewusste Handlungen, die zum Ziel haben, den Mitschüler oder die Mitschülerin „fertig“ zu machen.
Häufig steht ein „Mobbingopfer“ alleine der Klassengemeinschaft, bzw. einer Täterclique, gegenüber. In Form von psychischer Gewalt wird es beschimpft, gedemütigt, geschnitten, ausgelacht, verprügelt, bestohlen erpresst oder verleumdet.
Als Bullying dagegen wird die unter Jugendlichen praktizierte physische Gewalt bezeichnet: Die Opfer werden durch ihnen kraftmäßig überlegene Mitschüler gequält.
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